Iris Brandt Unterhaltung und Tiefsinn - weil es geht

Larp

Was ist Larp?

Live Action Role Playing (LARP) oder Live-Rollenspiel bezeichnet ein Rollenspiel, bei dem die Spieler ihre Spielfigur auch physisch selbst darstellen. Es handelt sich also um eine Mischung aus dem Pen-&-Paper-Rollenspiel und dem Improvisationstheater. Die Spiele finden meist ohne Zuschauer statt. Die Teilnehmenden können im Rahmen einer Rolle, die die eigene Figur und ihre Eigenschaften und Möglichkeiten beschreibt, frei improvisieren. Die Spielfigur wird Charakter genannt. Soweit möglich, finden Liverollenspielveranstaltungen an Spielorten statt, deren Ambiente dem Szenario der Spielhandlung entspricht. Die Spieler tragen den Charakteren entsprechende Gewandung. (Wikipedia, hier der komplette Artikel)

Was hat das mit deiner Arbeit zu tun?

Larp spricht in hohem Maße die Fantasie an, man kann in seiner Rolle neue Seiten an sich entdecken und über seine Grenzen hinausgehen, und alle haben dabei auch noch einen Haufen Spaß! Ich liebe die Kreativität und das Engagement in der Szene, und lasse mich gerne inspirieren, Neues auszuprobieren. Ich lerne viel über die verschiedenen Möglichkeiten, außergewöhnliche Charaktere darzustellen, die dennoch stimmig wirken. Das macht es mir leichter, dies auch im Roman umzusetzen. Außerdem treffe ich dort so viele interessante, offene, herzliche Menschen, manche auch mit stark anderer Meinung, mit denen ich aber konstruktiv ins Gespräch kommen kann, einfach weil wir wissen, dass wir uns nicht so unähnlich sind. Außerdem ist es ein wunderbarer Ort, um Kooperationspartner zu finden. Mein zweiter Roman, „Jagd durch den Sumpf“, basiert auf dem Larp-Event „Felder der Ehre“, und das Cover hat einer der Barbaren gemalt, der im „normalen“ Leben Kunststudent ist. Bei der Startnext-Aktion, mit der das Buch finanziert wurde, waren viele Spieler des Events beteiligt, aber auch Fans meiner bisherigen Werke. Ich finde es großartig, wie so mehrere Welten zusammenwachsen und Neues hervorbringen.

Und was machst du da so?

Einerseits ist es einfach mein Hobby, ich habe ein paar ausgearbeitete Charaktere, die ich immer wieder spiele, wie meine Magierin Lira. Beim größten Larpevent der Welt, dem Conquest of Mythodea und den dazugehörigen Events mache ich immer wieder als Festrolle mit, d.h. ich bin vor allem dazu da, die anderen Spieler zu bespaßen und ihnen zu helfen, im Plot voranzukommen. Oft bin ich auch „nur“ NSC, also Nichtspieler-Charakter, d.h. ich schlüpfe in verschiedene Rollen, um den Geschichten Leben einzuhauchen, als Untote, Bäuerin, Kräuterfrau, usw. Beim Veranstalter ECW Jugendbildung e.V. bin ich in der Orga und helfe das ganze Jahr über mit, auf den Events und daheim. Aktuell kümmere ich mich um den kompletten Plot, also die Geschichten, die die Spieler erleben, und die Aufgaben, die sie im Spiel lösen müssen. Außerdem erfinde ich neue magische Wesen, entwerfe dafür die Kostüme und spiele sie auch teilweise selbst auf demEvent. Ich habe inzwischen meinen eigenen, kleinen Fundus und helfe auch, den Fundus des Events zu organisieren.

Ist das nicht nur was für … ?

Nein. Larp ist für total viele Menschen was, für große, kleine, dicke, dünne, alte, junge, bodenständige und abgehobene. Ja, man sollte eine gewisse Offenheit mitbringen, aber ich denke, wenn du die nicht hättest, wärst du nicht bis zu dieser Stelle gekommen ;) Larp ist auch nicht gleich Larp. Es gibt verschiedene Settings, verschiedene Herangehensweisen, verschiedene Motivationen. Mein Tipp: Wenn es für dich interessant klingt, lass dich nicht davon abhalten, es auszuprobieren. Du wirst dann schnell merken, ob du es gut findest oder nicht. Wenn nicht, hast du wenigstens etwas Neues probiert und was Gutes für deine Neuroplastizität getan, und wenn doch, dann herzlich willkommen in der wunderbaren Welt des Larp!
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